Sossenheimer Friedenseiche
Die Sossenheimer Friedenseiche wurde zum Friedensschluss des deutsch-französischen Krieges 1871 gepflanzt und ist daher kulturhistorisch bedeutsam. Es ist ein eindrucksvoller und großkroniger Baum. Vor Jahren wurde er vom Blitz getroffen und hat seither einen Riss, der sich von der Krone bis zu den Wurzeln zieht.
Dort, wo die Friedenseiche steht, befand sich früher der Dorfrand von Sossenheim. Bis um 1800 war der Ort zu seinem Schutz von einem Haingraben umschlossen: Ein "Haingraben" ist ein Zaun- und Heckengeflecht mit einem Graben.
Quelle (27.02.2020)
- Name: Sossenheimer Friedenseiche
- Art Stiel-Eiche (Quercus robur)
- Alter über 140 Jahre
- Stammumfang 4,90 Meter
- Höhe circa 18 Meter
- Standort am Wiesenfeldweg im Süden Sossenheims, zwischen der Wohnbebauung und den Kleingärten
- Mitgeschützter Umkreis 20 Meter
Das oben gen. Pflanzdatum kann nicht stimmen. Dem Umfang nach ist die Eiche 300 bis 400 Jahre alt. Die Keimzeit liegt also zwischen 1600 und 1700. Demnach müsste die Eiche 1871 mehr als 250 cm Umfang gehabt haben. Einen derartigen Baum verpflanzt man nicht.
Bodentafel
Im Boden vor dem Baum ist eine Steintafel mit folgender Inschrift eingelassen:
Friedenseiche 1871 - 1971
Wir alle tragen die
Verantwortung
für den Frieden
in der Welt!
Das ist allgemein so richtig. Aber konkret möchte ich nicht mit den Waffenexporteuren auf eine Stufe gestellt werden. Solange noch Waffen exportiert werden, wird es Kriege geben und Menschen werden zur Flucht gezwungen.
Alter: 121 Jahre (2009)
Taille: 7,57 m (2007)
Umfang: 7,85 m (2007)
Diese mächtige Schwarzpappel begann im Jahr 1888 als winziger Keimling. Zweijährig wurde sie als eine von vielen im Jahr 1890 ausgepflanzt, entlang des Rheinufers sollte eine Allee entstehen. Durch »Eisgang« (treibende Eisschollen) auf dem Rhein wurde die Pflanzung 1893 zerstört. Nur diese eine Pappel, so die Informationstafel am Baum, hat überlebt. Mit durchschnittlich 6,6 cm Umfangszuwachs ist sie bis heute zu einem großartigen Exemplar herangewachsen. Der Stamm trägt 7 starke Äste.
Quellen: Bei der Beschreibung bedeutender Bäume in Hessen folge in den beiden Büchern:1. BERND ULLRICH, STEFAN KÜHN, UWE KÜHN: Unsere 500 ältesten Bäume. BLV Buchverlag GmbH & Co. KG 80797 München2. Hans-Joachim Fröhlich: Wege zu alten Bäumen - Band 1 Hessen

