Prozess Auschwitz Peter Weiss
Frankfurter Autoren THEATER und Gallus Theater
PROZESS AUSCHWITZ PETER WEISS: Eine Szenische Collage mit Texten aus: Meine Ortschaft; Die Ermittlung; Ästhetik des Widerstands; Inferno.
"Mit unserem Theater-Projekt erinnerten wir an den Frankfurter Auschwitzprozess (19631965). Peter Weiss hat als Zuhörer teilgenommen. Er war für ihn ein entscheidender Wendepunkt in seinem Selbstverständnis als aus Deutschland emigrierter Autor mit jüdischen Wurzeln. In seinem weltweit aufgeführten und zum Standardrepertoire des Nachkriegstheaters zählenden Stück „Die Ermittlung“ hat er dem Frankfurter Auschwitz-Prozess ein literarisches Denkmal gesetzt. Auch in seinem epischen Hauptwerk, der „Ästhetik des Widerstands“, sind die Genozide durch die Nazis eines der großen Themen. Das posthum aufgeführte Werk „Inferno“ handelt von der Verdrängung der Verbrechen des Naziregimes durch die saturierte Nachkriegs-gesellschaft, übertragen auf die Rückkehr des vertriebenen Dante nach Florenz. Der Essay „Meine Ortschaft“, in dem er einen Besuch in Auschwitz beschreibt, entstand im Zusammenhang mit dem Frankfurter Auschwitz-Prozess. Auch der Ort, an dem unsere Aufführung stattfand, hat eine historische Bedeutung: die Adler-Werke im Gallus-Viertel waren nach Ihrer Zerstörung gegen Endes des Krieges und Auflösung des dortigen Zwangsarbeiterlagers Ort eines kurz bestehenden KZ-Außenlagers mit dorthin verschleppten Gefangenen aus Auschwitz, Buchenwald und anderen KZ. Das Bürgerhaus Gallus, einer jener schmucklosen, unauratischen Bauten der 60er Jahre, war der benachbarte Ort, in dem der Auschwitz-Prozess stattfand."
Quelle (14.07.2018)
Darsteller:
- Edgar M. Böhlke
- Barbara Englert
- Annette Kohler-Welge
- Beate Jatzkowski
- Christine Dreier
- Doris Fisch
- Rosemarie Heller
- Nedret Cinar
- Thomas Schmitt-Zijnen.
Regie: Ulrich Meckler,
Bühne: Clemens Teichmann,
Dramaturgie: Lena Meckler,
Produktionsberatung: kosmonautproduction (Antwerpen),
Begleitprogramm: KunstGesellschaft
Termine: 6., 7. und 8. November 2013 um 20.00 Uhr
Wiederaufnahme: 27. Jan. 2015
im Gallustheater Kleyerstr. 15, Frankfurt: Gallustheater
Presse (PDF)
Fotoausstellung Stadtkirche Offenbach
Texte (PDF)
HR2-Frühkritik 7.11.2013:
Rose & Nachtigall
Zwischen damals & heute - Lesung mit Werken von Heinrich Heine und Safiye Can
Sowohl in der Lyrik Heines als auch in der Safiye Cans ist die Verbindung von Rose und Nachtigall ein zentrales Motiv. Heinrich Heine, der sich selbst als entlaufener Romantiker bezeichnete, parodierte dieses Liebessymbol häufig. Während das Motiv von Nachtigall und Rose bei Heine also ein Relikt aus der Romantik ist, stellt es für Safiye Can als Gegenwartslyrikerin ein Sehnsuchtsmotiv ganz anderer Art dar. Beim Heine-Club stellte sie ihren ersten Gedichtband „Rose & Nachtigall“ vor. Mittlerweile ist die dritte Auflage erschienen.
Die junge Autorin ist Tscherkessin. Geboren ist sie jedoch in Offenbach am Main. Aufgewachsen ist sie mit drei verschiedenen Kulturen. In ihrer Lyrik verbindet sie diese verschiedenen Traditionslinien. Nachtigall und Rose sind in ihren Werken mehr als nur das Motiv der Liebenden. Sie verkörpern auch einen Sehnsuchtsort, von dem das lyrische Ich so weit entfernt ist. (Autorenseite)
Die Lyrik Heines - vorgetragen von der Schauspielerin Ulrike Happel vom Theaterensemble Bleichstraße 14 H sowie von Marcus Plath und Günther Diehl vom Heine-Club - verband sich mit der modernen Lyrik Safiye Cans.
Die Pianistin Mika Degaïta und der Klarinettist Heinz Hepp bereicherten die Lesung. Sie präsentierten Musikstücke rund um das Thema Liebe sowie klassische Heine-Vertonungen aus Robert Schumanns Zyklus „Dichterliebe“.Rose und Nachtigall:
Eine gemeinsame Veranstaltung von (28.05.2015): GEW Stadt Offenbach und Heinrich-Heine-Club.

