Liszt, Chopin, Heine

Liszt, Chopin, Heine - "Französische Verhältnisse"

In der Mitte des 19. Jahrhunderts war Paris das musikalische Zentrum Europas. "Die edle Tonkunst überschwemmt unser ganzes Leben", schrieb der scharfzüngige Heinrich Heine, "wie Heuschrecken kommen die Klaviervirtuosen jeden Winter nach Paris." Oft berichtete er von der musikalischen Saison in Paris in Zeitungsartikeln, mit denen er ein großes Publikum erreichte.

Liszts virtuoses Klavierspiel war nicht zu übertreffen, "bei Liszt denkt man nicht mehr an überwundene Schwierigkeit ... es offenbart sich die Musik".

Noch mehr gefiel Heine Chopin, der Raffael des Fortepiano. "Ein halbes Wort, ein halber Ton reichte aus, damit sie sich verstanden, und der Musiker antwortete mit überraschenden Erzählungen auf die Fragen, die der Dichter ihm leise stellte", beobachtete Franz Liszt.<

Mit Kompositionen von Chopin, Liszt und Debussy, gespielt von dem hervorragenden Pianisten Martin Engel, und Texten von Heinrich Heine, gelesen von Burkhard Engel, wird diese große Zeit wieder lebendig.

Eine gemeinsame Veranstaltung von ver.di Offenbach und Heinrich-Heine-Club Offenbach.

Zu Beginn der Veranstaltung gratulierte Ulrike Happel vom gastgebendne Theateratelier dem Heinrich-Heine-Club zum Kulturpreis 2016 der Stadt Offenbach am Main und überreichte den Aktiven rote Nelken.

Fotos
Marcus Plath liest Heinrich Heine

Rose & Nachtigall

Zwischen damals & heute - Lesung mit Werken von Heinrich Heine und Safiye Can

Sowohl in der Lyrik Heines als auch in der Safiye Cans ist die Verbindung von Rose und Nachtigall ein zentrales Motiv. Heinrich Heine, der sich selbst als entlaufener Romantiker bezeichnete, parodierte dieses Liebessymbol häufig. Während das Motiv von Nachtigall und Rose bei Heine also ein Relikt aus der Romantik ist, stellt es für Safiye Can als Gegenwartslyrikerin ein Sehnsuchtsmotiv ganz anderer Art dar. Beim Heine-Club stellte sie ihren ersten Gedichtband „Rose & Nachtigall“ vor. Mittlerweile ist die dritte Auflage erschienen.

Die junge Autorin ist Tscherkessin. Geboren ist sie jedoch in Offenbach am Main. Aufgewachsen ist sie mit drei verschiedenen Kulturen. In ihrer Lyrik verbindet sie diese verschiedenen Traditionslinien. Nachtigall und Rose sind in ihren Werken mehr als nur das Motiv der Liebenden. Sie verkörpern auch einen Sehnsuchtsort, von dem das lyrische Ich so weit entfernt ist. (Autorenseite)

Die Lyrik Heines - vorgetragen von der Schauspielerin Ulrike Happel vom Theaterensemble Bleichstraße 14 H sowie von Marcus Plath und Günther Diehl vom Heine-Club -  verband sich mit der modernen Lyrik Safiye Cans.

Die Pianistin Mika Degaïta und der Klarinettist Heinz Hepp bereicherten die Lesung. Sie präsentierten Musikstücke rund um das Thema Liebe sowie klassische Heine-Vertonungen aus Robert Schumanns Zyklus „Dichterliebe“.Rose und Nachtigall:

Eine gemeinsame Veranstaltung von (28.05.2015): GEW Stadt Offenbach und Heinrich-Heine-Club.