Libanon-Zeder (Cedrus libani)

Libanon-Zeder in Bad Homburg

Diese sehr schöne Libanon-Zeder (Cedrus libani) steht in Bad Homburg neben dem Portal des Landgrafenschlosses. Ihr Stammumfang beträgt mehr als 6 m. Der Stamm besteht aus vier einzelnen Stämmen, die sich bereits bodennah aufgebildet haben. Die ausladende Krone breitet sich schirmförmig aus und berührt den Boden. Der Kronendurchmesser beträgt ca. 35 m. Mit ihren 30 Metern Höhe überragt sie den Königsflügel des Schlosses. 1818 kamen zehn Zedern in Töpfen nach Bad Homburg. Nur diese und die benachbarte kleinere überlebten. Sie werden vor 1815 gekeimt sein.

Sie kamen aus England als Geschenk zur Hochzeit der Landgräfin Elisabeth.

Die Nadeln sind blaugrün schimmernd und die Zapfen haben eine zitronenartige Form. Im Nahen Osten wurde das Holz der Libanon-Zeder wegen seiner Dauerhaftigkeit zum Palast- und Pyramidenbau verwendet. Für den Schiffbau verwendeten es die Phönizier. Sie machten es damals bereits wie heute immernoch: sie rotteten die Zeder fast aus.

Zedernöl wird aus dem Kernholz gewonnen. Es findet Verwendung bei Hautkrankheiten oder zur Wundbehandlung.

Der Staat Libanon hat sowohl im Wappen als auch in der Flagge eine Zeder.

Im Februar 2020 wurde bekannt, dass die Libanon-Zeder in Bad Homburg nicht nur die stärkste in der BRD ist sondern auch die älteste. Artikel der FR

2009 - 2015
Eiche Airlenbach mit Maul

Eiche Airlenbach (nicht mehr vorh.)

Eiche bei Airlenbach 241OdenwaldkreisAlter: 320 - 430 JahreTaille: 8,20 m (1998)Umfang: 8,60 m (1993)In »Bemerkenswerte Bäume im Großherzogtum Hessen« (1904) heißt es über die Stieleiche: »Der mehr ovale Stamm hat einen Umfang von ungefähr 7,5 m. Dieser mächtige Stamm trägt eine riesige Krone, deren gewundenes, knorriges, zackiges Geäst zu einer Gesamthöhe von über 35 m sich erhebt. Die wohl sechs Jahrhunderte, welche an dieser Riesen-Eiche vorübergezogen sind, haben nur wenige Spuren hinterlassen, namentlich dem Stamme vermochten sie nichts anzuhaben.« Heute ist der Stamm zu 75 % entrindet, nur 1 Ast grünt noch.Standort: Ortsausgang, Ende Eichenstraße.Bemerkung: Der Baum existiert seit ... nicht mehr.