Georg Kreisler: HERZEN VERGIFTEN IN ROM

Der Heinrich-Heine-Club Offenbach veranstaltete am 11.12.2017  einen Kreisler-Abend mit dem Motto:

HERZEN VERGIFTEN IN ROM.

Auf der Bühne im TheaterAtelier 14H standen: Mika Degaita (Klavier), Heinz Hepp (Gesang und Klarinette), Timm J. Trappe (Kontrabass), Andreas Hepp (Schlagzeug und Klavier).

Georg Kreisler war viel mehr als Kabarettist: Autor, Dichter, Sänger und Komponist. Seine Werke wurden meist in der Öffentlichkeit nicht gespielt, weder wurden seine Lieder im Radio gesendet noch seine Komödien oder Opern auf Bühnen aufgeführt. Trotz dieser Zensur kennt wohl jeder sein bekanntestes Lied Tauben vergiften im Park.

Georg Kreisler geboren 1922 in Wien als Kind einer jüdischen Familie, musste 1938 mit seinen Eltern in die USA flüchten. Seit 1943 war er amerikanischer Staatsbürger. 1955 kehrte er nach Europa zurück, er starb im November 2011 in Salzburg.

Mika Degaita und Heinz Hepp sind ein Duo im Leben und im Konzertsaal. Gemeinsam mit Timm J. Trappe und Andreas Hepp, ebenfalls HR-Musiker, gestalteten sie eine Melange aus Liedern und Texten, nachdenklich und amüsant.

Timm J. Trappe (Bassist) ist Ende Dez. 2017 kurz nach der Veranstaltung plötzlich verstorben.

Fotos
Saviye Can-5

Rose & Nachtigall

Zwischen damals & heute - Lesung mit Werken von Heinrich Heine und Safiye Can

Sowohl in der Lyrik Heines als auch in der Safiye Cans ist die Verbindung von Rose und Nachtigall ein zentrales Motiv. Heinrich Heine, der sich selbst als entlaufener Romantiker bezeichnete, parodierte dieses Liebessymbol häufig. Während das Motiv von Nachtigall und Rose bei Heine also ein Relikt aus der Romantik ist, stellt es für Safiye Can als Gegenwartslyrikerin ein Sehnsuchtsmotiv ganz anderer Art dar. Beim Heine-Club stellte sie ihren ersten Gedichtband „Rose & Nachtigall“ vor. Mittlerweile ist die dritte Auflage erschienen.

Die junge Autorin ist Tscherkessin. Geboren ist sie jedoch in Offenbach am Main. Aufgewachsen ist sie mit drei verschiedenen Kulturen. In ihrer Lyrik verbindet sie diese verschiedenen Traditionslinien. Nachtigall und Rose sind in ihren Werken mehr als nur das Motiv der Liebenden. Sie verkörpern auch einen Sehnsuchtsort, von dem das lyrische Ich so weit entfernt ist. (Autorenseite)

Die Lyrik Heines - vorgetragen von der Schauspielerin Ulrike Happel vom Theaterensemble Bleichstraße 14 H sowie von Marcus Plath und Günther Diehl vom Heine-Club -  verband sich mit der modernen Lyrik Safiye Cans.

Die Pianistin Mika Degaïta und der Klarinettist Heinz Hepp bereicherten die Lesung. Sie präsentierten Musikstücke rund um das Thema Liebe sowie klassische Heine-Vertonungen aus Robert Schumanns Zyklus „Dichterliebe“.Rose und Nachtigall:

Eine gemeinsame Veranstaltung von (28.05.2015): GEW Stadt Offenbach und Heinrich-Heine-Club.