Schwarzpappel in Rüdesheim
Die mächtigsten Schwarzpappeln (Populus nigra) erreichen fast 11 Meter Stammumfang und sind in Ungarn zu finden. Diese Schwarzpappel in Rüdesheim begann im Jahr 1888 als winziger Keimling. Zweijährig wurde sie als eine von vielen im Jahr 1890 ausgepflanzt. Entlang des Rheinufers sollte eine Allee entstehen. Durch Eisgang auf dem Rhein wurde die Pflanzung 1893 zerstört. Nur diese eine Pappel, so die Informationstafel am Baum, hat überlebt. Der Stamm trägt 7 starke Äste und hat einen Umfang von ca. 8 m.
Die einzige stärkere Schwarzpappel der BRD hat einen Stammumfang von 9,4 Metern. Sie steht am Ortseingang von Bernau. In Hessen gibt es noch mächtige Schwarzpappeln in Hattenheim am Campingplatz (5,2 m) und in der Karlsaue in Kassel (4,95 m).
Wie die Schwarzpappel in Rüdesheim lieben alle Pappeln die Flußnähe und das in ganz Europa. Sie ist an allen großen Strömen und an kleineren Gewässern zu finden. Überschwemmungen können sie gut vertragen. Kies- und Sandböden lieben sie - gut durchlüftet. Außerdem lieben sie Licht und Wärme.
Schwarzpappel in Rüdesheim
Alter: 121 Jahre (2009)
Taille: 7,57 m (2007)
Umfang: 7,85 m (2007)
Diese mächtige Schwarzpappel begann im Jahr 1888 als winziger Keimling. Zweijährig wurde sie als eine von vielen im Jahr 1890 ausgepflanzt, entlang des Rheinufers sollte eine Allee entstehen. Durch »Eisgang« (treibende Eisschollen) auf dem Rhein wurde die Pflanzung 1893 zerstört. Nur diese eine Pappel, so die Informationstafel am Baum, hat überlebt. Mit durchschnittlich 6,6 cm Umfangszuwachs ist sie bis heute zu einem großartigen Exemplar herangewachsen. Der Stamm trägt 7 starke Äste.
Quellen: Bei der Beschreibung bedeutender Bäume in Hessen folge in den beiden Büchern:1. BERND ULLRICH, STEFAN KÜHN, UWE KÜHN: Unsere 500 ältesten Bäume. BLV Buchverlag GmbH & Co. KG 80797 München2. Hans-Joachim Fröhlich: Wege zu alten Bäumen - Band 1 Hessen

