Landschaftspark Hoppenrade
Der Landschaftspark Hoppenrade in der Gemeinde Plattenburg wurde einst Perle der Prignitz genannt. Das sieht man ihm immer noch an. Auf den ersten Blick ist er noch immer sehr beeindruckend. Man sieht aber leider auch leicht, dass die erforderlichen Mittel für Pflege und Erhalt nicht zur Verfügung gestellt werden. Der Park ist ca. 22 Hektar groß. Die heutige Gestaltung geht auf 1847 zurück. Eduard Neide - ein Schüler Lennés - wurde damals mit der Aufgabe betraut. Der Park ist Zeugnis der Gartenkunst des 19. Jahrhunderts.
Der Cederbach bestimmt mit Feuchtwiesen und Erlenbruchbeständen die Prägung der Parklandschaft. Eine ausführliche historische und aktuellen Beschreibung bieter der Förderverein Landschaftspark Hoppenrade e.V.(http://www.haetzer.de/www-hoppenrade/start.html).
Beeindruckend sind vor allem die Sichten und der Baumbestand. Gleich hinter dem Gutshaus steht die gewaltige Rotbuche, die mit ihrem Stammumfang von 8,85 @ 1,3 m die stärkste Buche in Deutschland ist. Gekeimt ist sie um 1700. In der Nacht vom 6. auf 7. April 2017 verlor der beeindruckende Baum zwei seiner Kronenäste.
Diese Rotbuche und einge weitere Solitärbäume werden von mir hier vorgestellt. Von diesen ist insbesondere die Farnblättrige Rotbuche am Cederbach und die Japanische Lärche hervorzuheben. Die seltene Farnblättrige Buche ist leider durch Biberbiss geschädigt. Das wird er leider nicht lange überleben.
Der Park steht seit 1985 unter Denkmalschutz. Zehn Jahre später gründete sich der Förderverein, der sich um die Belange des Landschaftspark Hoppenrade kümmert.
Alter: 121 Jahre (2009)
Taille: 7,57 m (2007)
Umfang: 7,85 m (2007)
Diese mächtige Schwarzpappel begann im Jahr 1888 als winziger Keimling. Zweijährig wurde sie als eine von vielen im Jahr 1890 ausgepflanzt, entlang des Rheinufers sollte eine Allee entstehen. Durch »Eisgang« (treibende Eisschollen) auf dem Rhein wurde die Pflanzung 1893 zerstört. Nur diese eine Pappel, so die Informationstafel am Baum, hat überlebt. Mit durchschnittlich 6,6 cm Umfangszuwachs ist sie bis heute zu einem großartigen Exemplar herangewachsen. Der Stamm trägt 7 starke Äste.
Quellen: Bei der Beschreibung bedeutender Bäume in Hessen folge in den beiden Büchern:1. BERND ULLRICH, STEFAN KÜHN, UWE KÜHN: Unsere 500 ältesten Bäume. BLV Buchverlag GmbH & Co. KG 80797 München2. Hans-Joachim Fröhlich: Wege zu alten Bäumen - Band 1 Hessen

