1000-jährige Linde in Reinborn
In der Siedlung Reinborn (gehört zum Ortsteil Niederems, Gemeinde Waldems) im Rhein-Taunus-Kreis steht die Linde in Reinborn - eine Sommer-Linde (Tilia platyphyllos). Vermutlich hatte sie eine Bedeutung als Gerichtsstätte des Gerichtes an der Ems. Im Mittelalter war an dieser Stelle wohl ein ganzer Lindenhain. Nur diese Linde überlebte. Im Naturpark Rhein-Taunus ist sie eines der bedeutendsten Naturdenkmäler.
Seit 1928 steht die Linde unter Naturschutz. Ihr Stamm ist in mehrere Teile aufgebrochen. Damit die Krone und dei Stammreste stabilisiert werden, ist eine zentrale Stahlsäule mit zahlreichen Seilen aufgestellt worden. Der Umfang der Sommerlinde beträgt 14,3 m. Die Keimzeit liegt zwischen 1200-1500. Das tatsächliche Alter beträgt also maximal 800 Jahre.
Die Linde in Reinborn gehört zu den national bedeutenden Bäumen (NBB), denen es gut 500 in der BRD gibt. Bei den Sommerl-Linden nimmt sie Platz 2 nach der Heeder-Linde in Niedersachsen (15,4 m Umfang).
Alter: 121 Jahre (2009)
Taille: 7,57 m (2007)
Umfang: 7,85 m (2007)
Diese mächtige Schwarzpappel begann im Jahr 1888 als winziger Keimling. Zweijährig wurde sie als eine von vielen im Jahr 1890 ausgepflanzt, entlang des Rheinufers sollte eine Allee entstehen. Durch »Eisgang« (treibende Eisschollen) auf dem Rhein wurde die Pflanzung 1893 zerstört. Nur diese eine Pappel, so die Informationstafel am Baum, hat überlebt. Mit durchschnittlich 6,6 cm Umfangszuwachs ist sie bis heute zu einem großartigen Exemplar herangewachsen. Der Stamm trägt 7 starke Äste.
Quellen: Bei der Beschreibung bedeutender Bäume in Hessen folge in den beiden Büchern:1. BERND ULLRICH, STEFAN KÜHN, UWE KÜHN: Unsere 500 ältesten Bäume. BLV Buchverlag GmbH & Co. KG 80797 München2. Hans-Joachim Fröhlich: Wege zu alten Bäumen - Band 1 Hessen
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