Eiche bei Hermannsfeld (Sankt Wolfgang)
Die Eiche bei Hermannsfeld (Stiel-Eiche, Quercus robur) führt ein Schattendasein gebenüber der monumentalen Eiche am Thurmgut. Die Entfernung per Luftlinie beträgt keine 600 Meter. Es besteht aber keine Sichtverbindung. Allerdings ist die Eiche bei Hermannsfeld als Solitäreiche im relativ flachen Gebiet im Gegensatz zur Eiche am Thurmgut weithin als Landmarke sichtbar.
Sie hat einen hohen geraden Stamm und eine lichte Krone, die darauf hinweist, dass die Vitalität nicht mehr im vollen Umfang besteht. Bei Näherem Hinsehen sind in Bodennähe starke Beschädigungen und eine kleine Höhle sichtbar. Ein Teil der Schäden könnte vermutlich durch eine Kettensäge verursacht sein. Nahe am Stamm wurde ein Gebüsch beseitigt. Es ist aber nur eine vage Vermutung.
Die Eiche stehlt offensichtlich nicht unter Naturschutz. Es ist kein ensprechendes Schild vorhanden.
Baumdaten:
Umfang in 1,3 m Höhe: 4,50 Meter (09.2018).
Alter: unbekannt
Standort: Hermannsfeld
Alter: 121 Jahre (2009)
Taille: 7,57 m (2007)
Umfang: 7,85 m (2007)
Diese mächtige Schwarzpappel begann im Jahr 1888 als winziger Keimling. Zweijährig wurde sie als eine von vielen im Jahr 1890 ausgepflanzt, entlang des Rheinufers sollte eine Allee entstehen. Durch »Eisgang« (treibende Eisschollen) auf dem Rhein wurde die Pflanzung 1893 zerstört. Nur diese eine Pappel, so die Informationstafel am Baum, hat überlebt. Mit durchschnittlich 6,6 cm Umfangszuwachs ist sie bis heute zu einem großartigen Exemplar herangewachsen. Der Stamm trägt 7 starke Äste.
Quellen: Bei der Beschreibung bedeutender Bäume in Hessen folge in den beiden Büchern:1. BERND ULLRICH, STEFAN KÜHN, UWE KÜHN: Unsere 500 ältesten Bäume. BLV Buchverlag GmbH & Co. KG 80797 München2. Hans-Joachim Fröhlich: Wege zu alten Bäumen - Band 1 Hessen

