100 Jahre Peter Weiss
100 Jahre Peter Weiss: Am 8. November wäre Peter Weiss einhundert Jahre alt geworden. Dies nahmen die KunstGesellschaft und TheaterProzess zum Anlass sich mit Werk und Autor zu befassen, wobei sie seine Auseinandersetzung mit dem Auschwitz-Komplex ins Zentrum stellen. Zuerst in Form eines Symposium mit Karlheinz Braun, dem damaligen Lektor beim Suhrkamp-Verlag, und Werner Renz vom Fritz-Bauer-Institut der Universität Frankfurt. Danach mit einer Wiederaufführung unserer Collage aus dem Werk von Peter Weiss, die die verschiedenen ästhetischen Formen der Auseinandersetzung mit dem Auschwitz-Komplex im Werk von Peter Weiss aufnahm.
Peter Weiss und der Auschwitz-Prozess
Symposium 17.00 – 19.30 Uhr
- Reiner Diederich: Einführung und Moderation
- Ulrich Meckler: Auschwitz als „Glutkern seines Schaffens“ – Ein bebilderter Überblick über das Werk.
- Karlheinz Braun: „Die Ermittlung“ – in hochpolitisiertem Terrain: Der Autor in der geteilten Welt.
- Werner Renz: Auschwitz: Tatgeschehen und juristische Sachaufklärung. Fritz Bauer und die Dichter.
- Gunilla Palmstierna-Weiss: Mein Leben mit Peter Weiss (Videoaufzeichnung eines Interviews).
Prozess Auschwitz Peter Weiss 20.00 – 21.30 Uhr
- Eine szenische Collage mit Edgar M. Böhlke, Barbara Englert
- Chor: Christine Dreier, Doris Fisch, Elisabeth Uloth
- Musik: Beate Jatzkowski;
- Regie: Ulrich Meckler
- Anschließend Publikumsgespräch mit den Mitwirkenden
- Veranstalter: KunstGesellschaft Frankfurt + TheaterProzess
- Ort: Gallus-Theater Frankfurt; Kleyerstraße 15
Rose & Nachtigall
Zwischen damals & heute - Lesung mit Werken von Heinrich Heine und Safiye Can
Sowohl in der Lyrik Heines als auch in der Safiye Cans ist die Verbindung von Rose und Nachtigall ein zentrales Motiv. Heinrich Heine, der sich selbst als entlaufener Romantiker bezeichnete, parodierte dieses Liebessymbol häufig. Während das Motiv von Nachtigall und Rose bei Heine also ein Relikt aus der Romantik ist, stellt es für Safiye Can als Gegenwartslyrikerin ein Sehnsuchtsmotiv ganz anderer Art dar. Beim Heine-Club stellte sie ihren ersten Gedichtband „Rose & Nachtigall“ vor. Mittlerweile ist die dritte Auflage erschienen.
Die junge Autorin ist Tscherkessin. Geboren ist sie jedoch in Offenbach am Main. Aufgewachsen ist sie mit drei verschiedenen Kulturen. In ihrer Lyrik verbindet sie diese verschiedenen Traditionslinien. Nachtigall und Rose sind in ihren Werken mehr als nur das Motiv der Liebenden. Sie verkörpern auch einen Sehnsuchtsort, von dem das lyrische Ich so weit entfernt ist. (Autorenseite)
Die Lyrik Heines - vorgetragen von der Schauspielerin Ulrike Happel vom Theaterensemble Bleichstraße 14 H sowie von Marcus Plath und Günther Diehl vom Heine-Club - verband sich mit der modernen Lyrik Safiye Cans.
Die Pianistin Mika Degaïta und der Klarinettist Heinz Hepp bereicherten die Lesung. Sie präsentierten Musikstücke rund um das Thema Liebe sowie klassische Heine-Vertonungen aus Robert Schumanns Zyklus „Dichterliebe“.Rose und Nachtigall:
Eine gemeinsame Veranstaltung von (28.05.2015): GEW Stadt Offenbach und Heinrich-Heine-Club.

